Cytomegalie (CMV)

Bei Cytomegalie spricht man von einer Virusinfektion. Das Virus gehört zur Gruppe der Herpesviren.

Es gibt die pränatale, peri- und früh-postnatale Infektion eines Neugeborenen. Die Übertragung erfolgt durch Genitalsekrete, Speichel, Urin, Blut, Organtransplantate.

Es ist die häufigste Virusinfektion mit kindlichen Schädigungen noch vor Röteln und Toxoplasmose. Sie wird über den oralen oder genitalen Kontakt übertragen. Besonders gefährdet sind Feten im 1. und 2. Schwangerschaftsdrittel. Erfolgt eine Erstinfektion der Mutter während der Schwangerschaft kommt es in ca. 50% der Fälle auch zu einer kindlichen Infektion.

Bei gesunden Menschen verläuft die Erkrankung in der Regel unbemerkt.
Bei Neugeborenen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann ein ernstes Krankheitsbild vorliegen.

In seltenen Fällen kann es zu einem Spontanabort oder zu einer Frühgeburt kommen. Symptome bei infizierten Neugeborenen sind z.B. Hepatosplenomegalie (Leber- und Milzvergrößerung), Enzephalitis (Gehirnentzündung), Lungenentzündung, Thrombozytopenie (Blutplättchenmangel), Retinitis (Augennetzhautentzündung) und Taubheit.

Eine Impfung existiert noch nicht.

Die Behandlung mit Hyper-Immunglobulinen wird praktiziert. Sie ist jedoch nicht studienbasiert.