Hier die wichtigsten Infos in Kürze:

Ihr Kind weist keine Auffälligkeiten auf:

Viele Kinder werden ohne Symptome geboren und sind gesund. Es gibt aber auch Kinder, die im Bereich der Hörfähigkeit erst später auffällig werden. Es ist auch bei einem symptomfreien Kind wichtig, im 1.Lebensjahr die Augen halbjährlich und die Ohren vierteljährlich mit einer BERA-Untersuchung beurteilen zu lassen. Die Ohren sollten durch ein Hörzentrum überprüft werden. Für die Augen kann ein niedergelassener Augenarzt aufgesucht werden.

Ihr Kind weist Auffälligkeiten auf:

Sie werden nun von den Kinderärzten über notwendige Maßnahmen aufgeklärt. Eventuell wird eine Therapie mit einem Antiviruspräparat durchgeführt. Diese Therapie kann intravenös oder über den Mund über einen längeren Zeitraum erfolgen. Ihr Kind wird dabei engmaschig kontrolliert. Eine Hörkontrolle erfolgt erstmals in der Klinik und sollte im 1. Lebensjahr vierteljährlich mit einer BERA-Untersuchung kontrolliert werden. Die Organe (im Besonderen: Niere, Leber, Milz, Lunge, Darm)werden kontrolliert. Eventuell wird ein MRT vom Kopf veranlasst. Je nach Verlauf kann Ihr Kind auch mit Krankengymnastik oder anderen Therapien versorgt werden. Sorgen Sie auch bitte für sich selbst und fragen nach einem Termin beim Sozialdienst der Klinik. Dort erfahren Sie Unterstützungsmöglichkeiten (Familienpflege / Haushaltshilfe, Angebote früher Hilfen). Lassen Sie sich vor der Entlassung beraten, welche Anlaufstellen für Sie jetzt wichtig sind. Es gibt Beratungsstellen für Risikokinder, in denen die Entwicklung des Kindes begleitet wird. Dafür stehen Ihnen die sozialpädiatrischen Zentren (SPZ), oder die Diagnose- und Behandlungszentren (DBZ) und die med. Versorgungszentren (MVZ) zur Verfügung. Vielleicht hat Ihre Klinik dies vor Ort. Die Frühförderzentren führen Entwicklungstests durch. Die Tests begleiten die geistige und körperliche Entwicklung Ihres Kindes. Sollte eine Frühförderung (Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie, etc.) notwendig sein, kann diese vor Ort stattfinden. Auch die Beratung über gesetzlich zugesicherte Unterstützungsmöglichkeiten für von Behinderung bedrohte oder betroffene Kinder und ihre Familien kann dort erfolgen. Es ist hilfreich, sich bei einer bestehenden Behinderung (z.B. Hörbehinderung, Cerebralparese) mit einer dafür spezialisierten Selbsthilfegruppe in Verbindung zu setzen, denn dort findet man in der Regel fachkundige wie lebenspraktische Unterstützung für viele offene Fragen

Liebe Grüße Ihre Sabine Leitner

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